Zusammen mit dem sprechenden Computer GERTY baut Sam Bell einen Rohstoff ab, der auf der Erde als sauberer Treibstoff Verwendung findet. Die voll automatisierte Tätigkeit ist nicht anspruchsvoll, aber - bedingt durch die Einsamkeit - psychisch belastend. Kurz vor dem Ende der Mission kommt es zu einem scheinbar harmlosen Unfall, der Sams gesamtes Weltbild auf den Kopf stellen wird. Natürlich spielt der mit bescheidenen Mitteln realisierte Film, der in einzelnen Szenen Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" zitiert, nicht in der gleichen Liga wie etwa "Star Trek". Doch trotz seines knappen Budgets von nur fünf Millionen Dollar ist "Moon" ein sehenswertes Science-Fiction-Abenteuer, das mit einer klugen Story überzeugt.
Anfang der 80er-Jahre wurden die jüdischen Musiker auf Anweisung des kommunistischen Regimes aus dem Moskauer Bolschoi-Theater verbannt. Seither arbeiten sie als Möbelpacker, Taxifahrer und Handyverkäufer. 30 Jahre später gelingt es ihnen mit einem geschickten Täuschungsmanöver, auf die Bühne zurückzukehren: Hausmeister (und Dirigent) Andreï lässt eine Einladung des Pariser Théâtre du Châtelet verschwinden und begibt sich mit seinen früheren Kollegen auf eine turbulente Konzertreise. So chaotisch wie die zusammengewürfelte Truppe, die polternd durch die französische Hauptstadt zieht, ist auch der Film von Radu Mihaileanu ("Zug des Lebens"). Seine teils holprig inszenierte Tragikomödie verliert sich in einer Vielzahl von Einzelschicksalen, die nur angerissen, aber nicht vertieft werden, und bemüht sich etwas zu aufdringlich darum, den Zuschauer zu rühren.
Zehn Kinofilme, kein einziger Flop. Die Pixar-Studios aus San Francisco zählen mit ihren wegweisenden Trickspektakeln zu den erfolgreichsten Kreativschmieden der Filmindustrie. Nach ihrem letzten Streich, dem eher auf ein erwachsenes Publikum zugeschnittenen Meisterwerk "Oben", setzen die Pixelgenies mit dem dritten Teil ihrer Kinderzimmersaga wieder auf luftiges Family Entertainment der Extraklasse. Mit dem Gang aufs College von Highschool-Absolvent Andy kommt für das Schwein Specki, Space-Ranger Buzz Lightyear, Dino Rex und die anderen Spielsachen das große Muffensausen. Aus Angst, achtlos weggeschmissen zu werden, entschließen sie sich gegen den Rat von Cowboy Woody, in einen Kindergarten umzuziehen. Doch anstelle freundlicher Kids erwartet sie dort ein tyrannischer, nach Erdbeeren duftender Knuddelbär, ein grausiges Riesenbaby und eine Horde unerzogener Kleinkinder. Garniert mit einer Unmenge brüllkomischer Gags und einer spielend eingewobenen Geschichte über die Angst vieler Eltern vorm Erwachsenwerden ihrer Kleinen, lässt Regisseur Lee Unkrich ("Findet Nemo") im elften Pixar-Streifen insgesamt 302 alte und neue Figuren auf die Leinwand los. Die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle projizierte er dabei warmherzig und bis auf den kleinsten Augenaufschlag authentisch animiert in skurrile Charaktere wie Kuscheldiktator Lotso, den in Mundart fabulierenden Trachtenigel Sepp Stachel oder in den melancholischen Clown Chuckles hinein. Außerdem zitiert der Spaß ganz nebenbei aus Klassikern wie "Gesprengte Ketten" und lässt das Publikum in den eigenen Kindheitserinnerungen schwelgen: Nach Kens herrlich überdrehter Privatmodenschau für Barbie in seinem Traumhaus möchte man nicht nur als Frau das alte Wohnmobil des ungelenken Plastikschönlings vom Dachboden holen.
Auf einer Bosporusbrücke kreuzen sich die Lebenswege eines Polizisten, eines Taxifahrers und eines Rosenverkäufers. Nicht nur die Autos auf der Brücke, auch die Sehnsüchte und Träume der drei Protagonisten aus Istanbul stecken im Stau. "Men on the Bridge" ist Dokumentation und Spielfilm zugleich: Inspiriert wurde der genau beobachtete Film von den Erfahrungen der Laiendarsteller, die ihr eigenes Leben spielen.
Auf seiner persönlichen Spurensuche trifft der homosexuelle Regisseur alte Freunde und Bekannte, erinnert aber auch an die Schwulenbewegung der Siebzigerjahre, die als Subkultur aus dem Stadtbild verschwunden ist: Die schillernde Künstlerhochburg Manhattan hat sich längst zu einem Konsumparadies für Reiche gewandelt.
Während eine US-Milliardärin zu ihrem ersten Flug ins All startet, suchen kasachische Schrotthändler die vom Himmel fallenden Raketenstufen, um sie nach China zu verkaufen. Eine facettenreiche Doku über den Zusammenprall verschiedener Welten.