Plot: [Rec]² setzt kurz nach den Ereignissen aus Teil eins an: Nur wenige Minuten sind vergangen, seit die Aufnahmen der Reporterin Angela (Manuela Velasco) brüsk abgebrochen worden sind. Eine Spezialeinheit ist aufgeboten worden, um ins Gebäude zu gehen und herauszufinden, was passiert ist. Denn sowohl im Haus wie auch draussen herrscht das pure Chaos
Während eine US-Milliardärin zu ihrem ersten Flug ins All startet, suchen kasachische Schrotthändler die vom Himmel fallenden Raketenstufen, um sie nach China zu verkaufen. Eine facettenreiche Doku über den Zusammenprall verschiedener Welten.
Zehn Kinofilme, kein einziger Flop. Die Pixar-Studios aus San Francisco zählen mit ihren wegweisenden Trickspektakeln zu den erfolgreichsten Kreativschmieden der Filmindustrie. Nach ihrem letzten Streich, dem eher auf ein erwachsenes Publikum zugeschnittenen Meisterwerk "Oben", setzen die Pixelgenies mit dem dritten Teil ihrer Kinderzimmersaga wieder auf luftiges Family Entertainment der Extraklasse. Mit dem Gang aufs College von Highschool-Absolvent Andy kommt für das Schwein Specki, Space-Ranger Buzz Lightyear, Dino Rex und die anderen Spielsachen das große Muffensausen. Aus Angst, achtlos weggeschmissen zu werden, entschließen sie sich gegen den Rat von Cowboy Woody, in einen Kindergarten umzuziehen. Doch anstelle freundlicher Kids erwartet sie dort ein tyrannischer, nach Erdbeeren duftender Knuddelbär, ein grausiges Riesenbaby und eine Horde unerzogener Kleinkinder. Garniert mit einer Unmenge brüllkomischer Gags und einer spielend eingewobenen Geschichte über die Angst vieler Eltern vorm Erwachsenwerden ihrer Kleinen, lässt Regisseur Lee Unkrich ("Findet Nemo") im elften Pixar-Streifen insgesamt 302 alte und neue Figuren auf die Leinwand los. Die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle projizierte er dabei warmherzig und bis auf den kleinsten Augenaufschlag authentisch animiert in skurrile Charaktere wie Kuscheldiktator Lotso, den in Mundart fabulierenden Trachtenigel Sepp Stachel oder in den melancholischen Clown Chuckles hinein. Außerdem zitiert der Spaß ganz nebenbei aus Klassikern wie "Gesprengte Ketten" und lässt das Publikum in den eigenen Kindheitserinnerungen schwelgen: Nach Kens herrlich überdrehter Privatmodenschau für Barbie in seinem Traumhaus möchte man nicht nur als Frau das alte Wohnmobil des ungelenken Plastikschönlings vom Dachboden holen.
Bloß keinen Stress: Der in die Jahre gekommene Kioskbesitzer Stavros hockt am liebsten mit seinen drei Kumpels beim Bier zusammen. Dann lästern sie über die faulen Albaner oder schwelgen in Erinnerungen an Konzerte von Rory Gallagher und Status Quo: "Wir haben die ganze Bühne zerlegt! Das ist Rock!" Irgendwie geht der Tag schon rum. Bis etwas geschieht, das Stavros aus den Latschen haut: Seine demente Mutter vertraut dem stolzen Hellenen an, dass er in Wahrheit ein gebürtiger Albaner ist, und präsentiert ihm noch dazu einen Bruder aus der verhassten Nachbarnation … "Tatort"-Regisseur Filippos Tsitos überrascht mit einer entspannten Komödie, die viel griechische Schwermut, aber auch landestypischen Lebenswitz verströmt und listenreich mit patriotischer Borniertheit aufräumt. Diese Griechenlandhilfe ist jeden Euro wert.
Als Bazil (Boon), dessen Vater durch eine Landmine ums Leben kam, eines Nachts vor die Tür einer Videothek tritt, wird er von einer verirrten Pistolenkugel in den Kopf getroffen. Er kommt ins Krankenhaus, verliert Job und Wohnung und muss sich schließlich als Straßenkünstler durchschlagen. Seine Zusammentreffen mit dem Ganoven Canaille, der zusammen mit anderen kauzigen Außenseitern in einer selbst gebauten Höhle auf einer Pariser Schrotthalde lebt, hat Folgen: Gemeinsam beschließen Bazil und Canaille, der französischen Waffenlobby eine Lektion zu erteilen… Wie in all seinen Filmen von "Delicatessen" bis "Mathilde" präsentiert Jean-Pierre Jeunet auch diesmal skurrile Ideen und schräge Typen im Überfluss. Jeunets Vorbild für das trickreiche Täuschungsmanöver, mit dem Bazils Spaßguerilla zwei konkurrierende Waffenhändler gegeneinander ausspielt, war die Serie "Kobra, übernehmen Sie". Zudem ist sein Film eine poetische Liebeserklärung an die legendäre TV-Serie "Micmacs" und sicher die irrwitzigste und zugleich verspielteste Abrüstungsinitiative der Filmgeschichte.
Es ist die wohl größte Herzschmerzgeschichte im 21. Jahrhundert: Ein Mädchen liebt einen Vampir, nur leider kommen ihr die eigene Sterblichkeit (Teil 1) und ein liebestoller Werwolf (Teil 2) in die Quere. Im dritten Teil der "Twilight"-Saga multipliziert sich die Akteursriege um noch mehr Werwölfe und Vampire, die alle nur eine im Blick haben: Bella (Kristen Stewart). Während die noch mit ihren Gefühlen für Werwolf-Kumpel Jacob (Taylor Lautner) und ihren unerfüllten sexuellen Gelüsten nach ihrem heißen Vampir- Verlobten Edward (Robert Pattinson) hadert, machen sich das Wolf Pack vom Indianerreservat La Push und die blutsaugenden Cullens zu einem Kampf bereit, der es in sich hat. Denn Vampirfrau Victoria (Bryce Dallas Howard statt bisher Rachelle Lefevre) sinnt noch immer auf Rache für ihren ermordeten Gefährten - und hat dafür eigens eine Armee von neugeborenen Vampiren erschaffen… Nachdem Regisseurin Catherine Hardwicke "Twilight" als schmachtendes Teeniemärchen und Chris Weitz "New Moon" als Actionromanze im Schneckentempo inszenierte, nimmt sich nun David Slade des handlungsreicheren dritten Teils an: Und das tut der Saga verdammt gut. Denn Slade ist Spezialist für düstere Szenarien, das hat er bereits mit dem Vampirhorror "30 Days of Night" und dem Psycho-Kammerspiel "Hard Candy" bewiesen. Kein Wunder, dass "Eclipse" immer dann am besten ist, wenn die Geschichte sich um die mysteriöse Vampirarmee dreht, der im Film wesentlich mehr - und trotzdem nicht genug - Aufmerksamkeit geschenkt wird als in Stephenie Meyers Romanvorlage. Die düsteren Bilder der Neugeborenen, aus denen jedes Leben und jede Farbe ausgesaugt zu sein scheint, erzeugt eine latente Bedrohung und damit mehr Spannung als die Frage, ob Bella sich nun für Edward oder für Jacob entscheidet. Der Film ist ein Liebesbrief an die Fans Um dieses Liebesdreieck kommt allerdings auch Slade nicht herum. Schließlich wollen die Fans genau das fortgeführt sehen, was im Buch beschrieben wird und wie die Vorgängerfilme angefangen haben. So stehen die romantischen Wiesenträumereien in zu hartem Kontrast zu den Actionszenen, um glaubhaft zu sein, und Bellas Ringen um Eheringe und Blutsbande wirkt arg übertrieben. Aber diese Schwächen sind der kitschigen Vorlage und den Fans geschuldet. Als Liebesbrief für die Fans bezeichnet der Regisseur denn auch seinen Film in einem Brief auf der Facebook-Seite der "Twilight"-Saga. Dafür, dass er ursprünglich nichts mit dem "Twilight"-Phänomen zu tun haben wollte, schafft Slade eine versöhnliche Mischung aus gelungenen Horrorelementen und einer romantischen Hommage an Teenieträume, die den ersten zwei Teilen um Längen voraus ist. Wahr wird dieser Traum dann in "Breaking Dawn" - und dafür hat Regisseur Nr. 4 Bill Condon ("Dreamgirls") sogar zwei Filme Zeit.
Zeitgleich mit "Kinatay" startet auch dieser Film des philippinischen Regisseurs Mendoza in unseren Kinos. In dokumentarisch anmutenden Bildern erzählt der Film von zwei Großmüttern, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken: Die eine braucht Geld für die Beerdigung ihres ermordeten Enkels, die andere kann die Kaution für den Täter nicht bezahlen. Gedreht wurde "Lola" (philippinisch: Großmutter) in einem Vorort von Manila, der permanent unter Wasser steht.