Bellas 18.Geburtstag bringt einschneidende Vernderungen mit sich, doch andere, als sie der Teenager erwartet hat. Aus Sorge um sie, die von einem seiner Vampirbrder attackiert wurde, trennt sich Edward von ihr, und zieht mit seiner Familie fort. Trost in ihrem Schmerz findet Bella nur in ihrem Jugendfreund Jacob, der ihr wieder Hoffnung und Halt bietet. Doch auch Jacob verbirgt ein Geheimnis, eine zweite bernatrliche Identitt, die ihn nicht nur zum romantischen Rivalen, sondern zum erbitterten Feind Edwards macht.
Christopher Nolan ist ein Meister der cineastischen Gedankenspiele: Ob in seinem Kinodebüt "Following", dem rückwärts erzählten "Memento" oder dem Zaubererpuzzle "Prestige" mit Hugh Jackman - mit seiner unkonventionellen Erzählweise und den raffinierten Wendungen lässt Nolan die Synapsen der Zuschauer glühen. Und auch für sein neues Hirngespinst gilt: Pinkelpausen sollte man aus Verständnisgründen möglichst vermeiden. In dem vertrackten, in sich aber vollkommen stimmigen Mix aus Film noir und Cyberkrimi führt Leonardo DiCaprio als Meisterdieb Cobb den Begriff Wirtschaftsspionage auf eine neue Ebene: Aus den Träumen reicher Geschäftsmänner stiehlt er mithilfe einer streng geheimen Technologie deren Ideen. Denn diese sind auf dem freien Markt Millionen wert. Der größte Coup steht Cobb aber noch bevor: Für den gewissenlosen Firmenchef Saito (Ken Watanabe) soll er mit seinem Team (u. a. "Juno"-Star Ellen Page) neue Gedanken in das Unterbewusstsein eines Rivalen einspeisen, um damit dessen Entscheidungen zu beeinflussen. Für Cobb der Beginn einer Reise an die Grenzen seiner Vorstellungskraft. Mit einem Budget von über 170 Millionen Dollar erschuf Christopher Nolan atemberaubende Traumwelten, in denen Hotelflure zu rotieren beginnen und Straßen sich spektakulär verbiegen. Neben seiner grenzenlosen Fantasie und der komplexen Story, in der selbst Nebenhandlungen die ganze Aufmerksamkeit des Publikums erfordern, spickte er sein Film-erlebnis mit fulminanten Verfolgungsjagden und klirrenden Shoot-outs in James Bond- Manier. Mit diesem kühl durchdachten Kracher ist Christopher Nolan endgültig im Regieolymp angekommen.
Cruise spielt Roy Miller, eine Art Superspion, einen geheimnisvollen Mann auf der Flucht. Am Flughafen von Wichita in Kansas begegnet Roy der blonden June (Cameron Diaz). Er benutzt sie, um einen Gegenstand durch die Kontrollen zu schmuggeln, sie ist dem vermeintlichen Flirt nicht abgeneigt. Doch als sie wenig später an Bord des Fliegers aus dem Waschraum tritt, hat Roy mal eben die restlichen Insassen gekillt, samt Crew und Piloten. Nach der Notlandung wird June schnell klar, dass sie in ein Abenteuer geraten ist, das sie nur an der Seite dieses Typen überleben wird. Roy erklärt ihr, dass er einen jungen Wissenschaftler, der eine bahnbrechende Erfindung gemacht hat, vor Verrätern innerhalb des Geheimdienstes, Roys eigenen Kollegen also, beschützen muss. Die behaupten allerdings, Roy sei der Verräter… Es beginnt eine rasante Jagd über mehrere Kontinente. Per Motorrad geht es durch die Straßen von Sevilla und sogar bis in die Pfalz. Und wenn man jegliche Fragen nach Plausibilität an der Kinokasse abgibt, kann man dabei auch viel Spaß haben!
Jaden Smith spielt Dre Parker, der mit seiner Mutter (Taraji P. Henson) nach Peking zieht, prompt mit dem Schläger der Schule Streit anfängt und bei Hausmeister und Kampfsport-Veteran Han (Jackie Chan) Hilfe sucht. Nur hat der ganz andere Vorstellungen von Kung Fu als Dre… Peking statt Kalifornien, Kung Fu statt Karate, 12-jähriger Kindskopf statt 16-jähriger Teenager: Das Remake ändert viel und inhaltlich doch wieder nichts. Trotzdem ist die Geschichte um einen Jungen, der durch Kampfsport und fernöstliche Philosophie seinen Mann steht, nach wie vor ergreifend. Das liegt vor allem an seinen Stars: Jaden Smith meistert seine erste Hauptrolle mit Bravour, und Jackie Chan, in US-Rollen eher auf Klamauk gebügelt, verblüfft durch Zurückhaltung und leise Ironie. Zwar hätte man sich bei 140 Minuten die eine oder andere Bilderbuchfahrt durch China sparen können, aber Spaß macht diese Eins-zu-eins-Kopie allemal. Und die Kids von heute kennen das Original sowieso nicht mehr.
Bloß keinen Stress: Der in die Jahre gekommene Kioskbesitzer Stavros hockt am liebsten mit seinen drei Kumpels beim Bier zusammen. Dann lästern sie über die faulen Albaner oder schwelgen in Erinnerungen an Konzerte von Rory Gallagher und Status Quo: "Wir haben die ganze Bühne zerlegt! Das ist Rock!" Irgendwie geht der Tag schon rum. Bis etwas geschieht, das Stavros aus den Latschen haut: Seine demente Mutter vertraut dem stolzen Hellenen an, dass er in Wahrheit ein gebürtiger Albaner ist, und präsentiert ihm noch dazu einen Bruder aus der verhassten Nachbarnation … "Tatort"-Regisseur Filippos Tsitos überrascht mit einer entspannten Komödie, die viel griechische Schwermut, aber auch landestypischen Lebenswitz verströmt und listenreich mit patriotischer Borniertheit aufräumt. Diese Griechenlandhilfe ist jeden Euro wert.
Es ist die wohl größte Herzschmerzgeschichte im 21. Jahrhundert: Ein Mädchen liebt einen Vampir, nur leider kommen ihr die eigene Sterblichkeit (Teil 1) und ein liebestoller Werwolf (Teil 2) in die Quere. Im dritten Teil der "Twilight"-Saga multipliziert sich die Akteursriege um noch mehr Werwölfe und Vampire, die alle nur eine im Blick haben: Bella (Kristen Stewart). Während die noch mit ihren Gefühlen für Werwolf-Kumpel Jacob (Taylor Lautner) und ihren unerfüllten sexuellen Gelüsten nach ihrem heißen Vampir- Verlobten Edward (Robert Pattinson) hadert, machen sich das Wolf Pack vom Indianerreservat La Push und die blutsaugenden Cullens zu einem Kampf bereit, der es in sich hat. Denn Vampirfrau Victoria (Bryce Dallas Howard statt bisher Rachelle Lefevre) sinnt noch immer auf Rache für ihren ermordeten Gefährten - und hat dafür eigens eine Armee von neugeborenen Vampiren erschaffen… Nachdem Regisseurin Catherine Hardwicke "Twilight" als schmachtendes Teeniemärchen und Chris Weitz "New Moon" als Actionromanze im Schneckentempo inszenierte, nimmt sich nun David Slade des handlungsreicheren dritten Teils an: Und das tut der Saga verdammt gut. Denn Slade ist Spezialist für düstere Szenarien, das hat er bereits mit dem Vampirhorror "30 Days of Night" und dem Psycho-Kammerspiel "Hard Candy" bewiesen. Kein Wunder, dass "Eclipse" immer dann am besten ist, wenn die Geschichte sich um die mysteriöse Vampirarmee dreht, der im Film wesentlich mehr - und trotzdem nicht genug - Aufmerksamkeit geschenkt wird als in Stephenie Meyers Romanvorlage. Die düsteren Bilder der Neugeborenen, aus denen jedes Leben und jede Farbe ausgesaugt zu sein scheint, erzeugt eine latente Bedrohung und damit mehr Spannung als die Frage, ob Bella sich nun für Edward oder für Jacob entscheidet. Der Film ist ein Liebesbrief an die Fans Um dieses Liebesdreieck kommt allerdings auch Slade nicht herum. Schließlich wollen die Fans genau das fortgeführt sehen, was im Buch beschrieben wird und wie die Vorgängerfilme angefangen haben. So stehen die romantischen Wiesenträumereien in zu hartem Kontrast zu den Actionszenen, um glaubhaft zu sein, und Bellas Ringen um Eheringe und Blutsbande wirkt arg übertrieben. Aber diese Schwächen sind der kitschigen Vorlage und den Fans geschuldet. Als Liebesbrief für die Fans bezeichnet der Regisseur denn auch seinen Film in einem Brief auf der Facebook-Seite der "Twilight"-Saga. Dafür, dass er ursprünglich nichts mit dem "Twilight"-Phänomen zu tun haben wollte, schafft Slade eine versöhnliche Mischung aus gelungenen Horrorelementen und einer romantischen Hommage an Teenieträume, die den ersten zwei Teilen um Längen voraus ist. Wahr wird dieser Traum dann in "Breaking Dawn" - und dafür hat Regisseur Nr. 4 Bill Condon ("Dreamgirls") sogar zwei Filme Zeit.
Die Story klingt nach einer typischen Highschoolromanze - mit einem Unterschied: Der jugendliche Held des Films ist eine Dänische Dogge (gesprochen von Christian Ulmen). Regisseur Tom Dey ("Shanghai Noon") hat die Klischees amerikanischer Teenagerkomödien auf den Mikrokosmos eines Hundeplatzes übertragen, wo der reinrassige Rocco und die Colliehündin Beverly den Ton angeben und Promenadenmischung Lucy (Nora Tschirner) vergeblich um die Anerkennung der Alphatiere ringt. "Marmaduke", der auf einem US-Comicstrip basiert, zeigt das Leben aus der Kläfferperspektive und bestätigt, was wir insgeheim längst geahnt haben: Hunde sind auch nur Menschen.