Beschreibung: Nach dem mysteriösen Ableben des ursprünglichen Autoren wird ein renommierter Ghostwriter engagiert, das Verfassen der Memoiren des ehemaligen britischen Premierministers Adam Lang zu übernehmen. Dazu erhält er das ursprüngliche, in seinen Augen unbrauchbare Manuskript und exklusive Sessions mit Lang, der sich mit seiner Entourage, darunter Ehefrau Ruth und Assistentin Amelia, in der Villa eines Mäzens auf Martha's Vineyard befindet. In die ohnehin angespannte Atmosphäre platzt die Nachricht, dass Lang gemeinsame Sache mit der CIA gemacht haben soll. Der Ghostwriter sticht in ein Wespennest und ist sich schnell seines Lebens nicht mehr sicher.
Europa im Jahr 1348: Auf dem Kontinent wütet die Pest und rafft die Menschen zu Tausenden dahin. Ein kleines Dorf aber scheint dem Schwarzen Tod standzuhalten. Um das Geheimnis der Bewohner zu lüften, entsendet der Bischof eine Gruppe von bibelfesten Soldaten und Folterknechten um Ritter Ulric ("Der Herr der Ringe"-Star Sean Bean) in die Provinz. Doch auf das, was sie dort erwartet, sind die gottesfürchtigen Krieger nicht vorbereitet. In seinem ersten Nicht-Horrorfilm entführt der britische Regisseur Christopher Smith ("Severance") den Zuschauer in eine Welt, in der Misstrauen, Neid und bedingungsloses Gottvertrauen die Menschen zu wilden Bestien mutieren lässt. Dafür findet er dank der malerischen Schauplätze in Sachsen-Anhalt und Brandenburg stimmungsvolle Bilder, konterkariert diese aber durch ebenso abstoßende wie überflüssige Splatterexzesse und eine zähe Story über die Abgründe des christlichen Glaubens. Zudem kann Smith der dunklen Epoche keine neuen Seiten abgewinnen: Die Unterdrückung der Frauen durch eine patriarchalische Gesellschaft wurde in Filmen wie "Hexenjagd" schon deutlich nachhaltiger beschrieben.
Der französische Mix aus Spielfilm und Tierdoku zeigt, wie die gezähmten Hofbewohner neue Lebensräume erobern, sobald die regelmäßigen Fütterungen ausbleiben. Der Zuschauer erlebt das Chaos auf dem Bauernhof aus der Sicht von Schweinen, Enten und Kaninchen. Das ist erstaunlich gut gelungen, auch wenn der sanfte Off-Kommentar das Verhalten der Zwei- und Vierbeiner allzu sehr vermenschlicht. Wenigstens können die Tiere nicht sprechen.
Auf der Suche nach seiner Exfreundin erlebt Michael in einem Berliner Wohnhaus den Ausbruch einer Zombie-Epidemie in der Hauptstadt. Zusammen mit anderen Überlebenden versucht er, seine Flucht zu organisieren. Die rund einstündige Studie menschlichen Verhaltens im Angesicht der Apokalypse entstand für die ZDF-Reihe "Das kleine Fernsehspiel". Ihr lobenswert "realistischer" Grundton ist mit lakonischem Humor fein gewürzt.
Die Idee zu diesem Trickspektakel stammt von Nicolas Cage höchstpersönlich: Der erste Film, den er als Kind im Kino sah, war das Zeichentrickmusical "Fantasia". Es enthält die berühmte Szene, in der Micky Maus als Zauberlehrling eine Armee putzwütiger Besen zu bändigen versucht. Die auf einem Goethe-Gedicht basierende Sequenz ist in einer Realfilmfassung jetzt auch in "Duell der Magier" enthalten - leider verpufft sie jedoch relativ wirkungslos im monotonen Computertrick-Overkill der Inszenierung. Cage verkörpert den jahrhundertealten Magier Balthazar Blake, der einer der letzten Getreuen des Zaubermeisters Merlin war. Im Manhattan der Gegenwart liefert er sich einen Zweikampf mit seinem Erzfeind Maxim Horvath (Alfred Molina). Dabei ist er dringend auf die Hilfe seines Zauberlehrlings Dave (Jay Baruchel) angewiesen, der sich allerdings als reichlich unheroischer Durchschnittstyp entpuppt. Außerdem hat der verhuschte Physikstudent nur seine heimliche große Liebe Becky (Teresa Palmer aus "Der Fluch 2") im Kopf. Erst als Bösewicht Maxim die schöne Blondine vor dem großen Finale entführt, wächst Amateurmagier Dave über sich hinaus. "Duell der Magier" wurde von Jon Turteltaub gedreht, der zuvor bereits die Nicolas-Cage-Filme "Das Vermächtnis der Tempelritter" und "Das Vermächtnis des geheimen Buches" in Szene setzte. Auch der von Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik", "Das Vermächtnis der Tempelritter") produzierte Hokuspokus um Balthazar Blake ist erkennbar als mögliche Kinoserie angelegt, doch dazu ist der Stoff zu dünn. An den fliegenden Energiebällen und Feuerstrahlen hat man sich bald sattgesehen, der Rest ist farbenfrohes Augenfutter für "Harry Potter"-Süchtige mit einem Touch "Ghostbusters"-Krawall
Für den Retroreißer trommelte Regisseur und Hauptdarsteller Stallone die bekanntesten Schlagetots der letzten 30 Jahre zusammen. Gemeinsam mit seinen "Söldnern" (u. a. Dolph Lundgren, Jason Statham, Jet Li) lässt er auf der Jagd nach einem südamerikanischen Diktator über dessen Bananenrepublik die Hölle hereinbrechen. Ohne Computereffekte und inszenatorische Höhenflüge verneigt sich der 64-Jährige vor dem Testosteronkino der Videokassettenära. Spektakuläre Verfolgungsjagden und explodierende Köpfe wechseln sich ab mit stoischen Gesichtsausdrücken und archaischen Männlichkeitsritualen. Trotz diverser Reminiszenzen scheint Sly das eigene Alter allerdings nicht zu akzeptieren: Ohne ironische Seitenhiebe schlägt sich das nach diversen Schönheitsoperationen wie seine eigene Karikatur aussehende Kraftpaket bierernst durch den Film. Schade.
Warum, fragt sich der kleine Nick, ist Papa plötzlich so freundlich zu seiner Mama? Könnte es sein, dass er schon bald ein Brüderchen bekommt? Und was wird dann aus ihm? Droht ihm das gleiche Schicksal wie dem kleinen Däumeling, der von seinen Eltern im Wald ausgesetzt wurde? In Frankreich gehören die Streiche des kleinen Nick längst zur Pflichtlektüre. Der Realverfilmung von Laurent Tirard gelingt es nun nahezu perfekt, den unschuldigen Humor und den nostalgischen Charme der Vorlage einzufangen. Zudem ist Tirards Komödie mit ihren schrulligen Figuren, den skurrilen Einfällen und den farbenprächtigen Kulissen eine Hommage an Jacques Tati ("Mein Onkel"). Mag sein, dass sich auch der kleine Nick an den großen Komiker erinnert, wenn er am Ende des Films herausgefunden hat, was er werden will. Denn seine Wahl fällt auf den schönsten Beruf der Welt.