Warum, fragt sich der kleine Nick, ist Papa plötzlich so freundlich zu seiner Mama? Könnte es sein, dass er schon bald ein Brüderchen bekommt? Und was wird dann aus ihm? Droht ihm das gleiche Schicksal wie dem kleinen Däumeling, der von seinen Eltern im Wald ausgesetzt wurde? In Frankreich gehören die Streiche des kleinen Nick längst zur Pflichtlektüre. Der Realverfilmung von Laurent Tirard gelingt es nun nahezu perfekt, den unschuldigen Humor und den nostalgischen Charme der Vorlage einzufangen. Zudem ist Tirards Komödie mit ihren schrulligen Figuren, den skurrilen Einfällen und den farbenprächtigen Kulissen eine Hommage an Jacques Tati ("Mein Onkel"). Mag sein, dass sich auch der kleine Nick an den großen Komiker erinnert, wenn er am Ende des Films herausgefunden hat, was er werden will. Denn seine Wahl fällt auf den schönsten Beruf der Welt.
Die Idee zu diesem Trickspektakel stammt von Nicolas Cage höchstpersönlich: Der erste Film, den er als Kind im Kino sah, war das Zeichentrickmusical "Fantasia". Es enthält die berühmte Szene, in der Micky Maus als Zauberlehrling eine Armee putzwütiger Besen zu bändigen versucht. Die auf einem Goethe-Gedicht basierende Sequenz ist in einer Realfilmfassung jetzt auch in "Duell der Magier" enthalten - leider verpufft sie jedoch relativ wirkungslos im monotonen Computertrick-Overkill der Inszenierung. Cage verkörpert den jahrhundertealten Magier Balthazar Blake, der einer der letzten Getreuen des Zaubermeisters Merlin war. Im Manhattan der Gegenwart liefert er sich einen Zweikampf mit seinem Erzfeind Maxim Horvath (Alfred Molina). Dabei ist er dringend auf die Hilfe seines Zauberlehrlings Dave (Jay Baruchel) angewiesen, der sich allerdings als reichlich unheroischer Durchschnittstyp entpuppt. Außerdem hat der verhuschte Physikstudent nur seine heimliche große Liebe Becky (Teresa Palmer aus "Der Fluch 2") im Kopf. Erst als Bösewicht Maxim die schöne Blondine vor dem großen Finale entführt, wächst Amateurmagier Dave über sich hinaus. "Duell der Magier" wurde von Jon Turteltaub gedreht, der zuvor bereits die Nicolas-Cage-Filme "Das Vermächtnis der Tempelritter" und "Das Vermächtnis des geheimen Buches" in Szene setzte. Auch der von Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik", "Das Vermächtnis der Tempelritter") produzierte Hokuspokus um Balthazar Blake ist erkennbar als mögliche Kinoserie angelegt, doch dazu ist der Stoff zu dünn. An den fliegenden Energiebällen und Feuerstrahlen hat man sich bald sattgesehen, der Rest ist farbenfrohes Augenfutter für "Harry Potter"-Süchtige mit einem Touch "Ghostbusters"-Krawall
Saftige Wiesen, tapsige Schafe, urige Sitten. Allmählich entdecken auch die Amerikaner den rustikalen Charme Irlands. Nach "P.S. - Ich liebe dich" huldigt Hollywood mit "Verlobung auf Umwegen" nun erneut der Heimat von Guinness und Lammeintopf. Die durchorganisierte Anna (Amy Adams) hat die Schnauze voll: Ihr gelackter Freund denkt gar nicht daran, sie zu heiraten. Kurzerhand fährt der Luxus-Rotschopf von Boston nach Dublin, um persönlich um seine Hand anzuhalten. Doch nach einer nassen Odyssee landet sie nicht in der irischen Hauptstadt, sondern in der Einöde. Annas einzige Hoffnung: der mürrische Pubbesitzer Declan (Matthew Goode), mit dem sie auf eine turbulente Reise über die Grüne Insel aufbricht. Ganz nett, aber ereignislos: So lässt sich die Romanze von Anand Tucker ("Shopgirl") am besten beschreiben. Zwar ergänzen sich Amy Adams und ihr Co-Star Matthew Goode bestens, die recht leidenschaftslos heruntergespulte Story aber erstickt viele romantische Momente im Keim. Eins jedoch fängt der Film perfekt ein: die märchenhafte Schönheit des verträumten Eilands.
Der mit dem Goldenen Bären prämierte Film handelt von einem kleinen Jungen, der mit seinen Eltern in einer entlegenen Bergregion an der Schwarzmeerküste lebt. Häufig begleitet er seinen Vater, den Imker Yakup, der auf die höchsten Bäume klettert, um dort seine Bienenstöcke zu befestigen. Das Knarren der Bäume, das Summen der Bienen, der Wind, der Regen und die fragenden Augen des kleinen Bora Altas - all das verbindet Regisseur Semih Kaplanog˘lu zu einer ruhigen, traumhaft schönen Kinoerzählung.
Die junge Beziehung zweier Alleinerziehender (Marie-Lou Sellem, Alex Brendemühl) wird auf eine harte Probe gestellt, als sich ihre Kinder im Teenageralter ineinander verlieben. Präzise schildert Franz Müller die unterschiedlichen Liebes- und Lebensgefühle der Erwachsenen und Jugendlichen.
Der populäre Surfer und neunfache Weltmeister Kelly Slater und der Tahitianer Raimana Van Bastolaer, ebenfalls ein bekannter Surfer, sind auf der Suche nach der perfekten Welle. IMAX-Film mit brillanten 3-D-Effekten.