Poetische Fantasielandschaften, dunkle Räume der Kindheit: Der Fantasy-Trip der finnischen Metal-Band Nightwish ist ein Mix aus "Alice im Wunderland", Horror und einer Prise Rockmusical. Tim-Burton-Fans werden begeistert sein.
Es ist eine böse Anschuldigung: Weil ein kleines Mädchen behauptet, der unbescholtene Erzieher Lucas (Mikkelsen) habe sich ihr unsittlich genähert, rottet sich eine Dorfgemeinschaft gegen den vermeintlichen Triebtäter zusammen. Der Geächtete wird zunächst nur verbal attackiert, doch Gewalt kennt viele Spielarten, und bald steht Lucas vor den Trümmern seiner Existenz. Regisseur Thomas Vinterberg ("Das Fest") hat ein beklemmendes Spannungsdrama inszeniert, das wie unter der Lupe die Mechanismen einer kollektiven Hetzkampagne aufzeigt. Das angeklebte Fast-Happy-End entbehrt leider aller Logik und mindert die Wirkung des Films.
Von Schnackenburg im Dreiländereck bis zur Elbmündung in die Nordsee führt die 250 Kilometer lange Reise in "Die Elbe von oben". Die Luftaufnahmen entlang der Elbe, die Kameramann Klaus Stuhl vom Helikopter aus aufzeichnete, sind beeindruckend, und die begleitende Filmmusik von Clemens Winterhalter verleiht ihnen einen fast epischen Charakter. Die spektakulären Bilder dienen als roter Faden zwischen Episoden über Menschen, Tierarten und Industrien, die einen engen Bezug zur Elbe haben. Die Dokumentation weckt an vielen Stellen das Interesse - sei es an der ehemaligen Grenzfunktion der Elbe zwischen Bundesrepublik und DDR, an der Natur und der Fischerei, an der Schifffahrt, am Hamburger Hafen oder am ruhigen Leben am Fluss. Regisseur Marcus Fischötter führt die Elbe und ihre geschichtliche Bedeutung effektiv mit einigen der persönlichen Geschichten zusammen. Dabei wirkt die Auswahl der Segmente jedoch oft beliebig. Die Reise wird nach jedem Einblick prompt fortgesetzt, sodass "Die Elbe von oben" mit seinen schönen Bildern und Impressionen zwar abwechslungsreich dahinplätschert, aber meistens an der Oberfläche bleibt.
Ein Atemzug kann unser Bewusstsein verändern: Hirnforscher Richard Davidson zeigt, dass sich posttraumatische Belastungsstörungen und ADHS durch Meditation und Atemübungen heilen lassen. Über das Mentaltraining hätte man gern mehr erfahren.
Exjunkie Anders kehrt für ein Bewerbungsgespräch und das Wiedersehen mit alten Freunden einen Tag lang zurück in die norwegische Hauptstadt. Regisseur Joachim Trier schuf mit dieser Romanverfilmung eine inhaltlich und formal bestechende Studie existenziellen Verlorenseins.